Ein Reisebericht

Drei Tag in Paris

Abfahrt in Kaiserslautern sieben Uhr und einundzwanzig Minuten. Pünktlich setzt sich der Zug in Bewegung und ich lehne mich entspannt in die weichen Polster. Einmal Frühling in Paris erleben, das ist mein Ziel, mein Traum.
Ankunft in Paris Est zweieinhalb Stunden später, fast unverschämt strahlt das Blau vom Himmel. Auf dem Boulevard de Strasbourg reges Treiben, hie und da blühende Mandelbäume und Forsythien. Für jemand, der noch nie in Paris war, ist der Straßenverkehr sehr irritierend. Hupkonzerte erschrecken mich, meine Ohren dröhnen. Dort, wo die Straßen zweispurig befahren werden, fahren die Franzosen drei- und vierspurig. Als Fußgänger im Straßenverkehr muss man sehr schnell sein. Die meisten Autofahrer sind rücksichtslos und fahren einfach drauf zu. Für mich hat es den Anschein, dass in Paris fast alle Verkehrsregeln außer Kraft gesetzt sind. Um die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten zu besichtigen habe ich mir einen Plan erstellt. Es ist ein straffer Zeitplan, denn die Millionen Stadt Paris bietet sehr viel. Also auf zur Gare de l`Est, der Untergrundbahn. Durch das unkomplizierte Netz der Metro wird man schnell und günstig an jedes x-beliebige Ziel in Paris gebracht. Mit in den Waggon steigt ein Clochard. Unter seinem viel zu weiten Mantel holt er ein Accordéon hervor, spielt ein altes französisches Chanson. Mein Herz singt mit, ich bin in der Stadt der Liebe. Meine erste Station ist Note-Dame des-Champs. Die Kathedrale von Notre-Dame erhebt sich an dem Ort, wo eine frühchristliche Basilika einst über einem römischen Tempel erbaut worden war. Sie steht auf einer Insel mitten in der Seine. Der Baubeginn fällt in das Jahr 1163 im Auftrag des Bischofs Maurice Sully. Unter verschiedenen Kirchenfürsten wurde der Bau um 1345 vollendet. Die Fassade wird vertikal durch Pilaster in drei Teile und horizontal von zwei Galerien in drei Zonen unterteilt, deren unterste sich in drei Portalen öffnet. Ich schaue die Fassade empor und denke an Quasimodo und Esmeralda aus »Der Glöckner von Notre-Dame« mit Anthony Quinn und Gina Lolobrigida.
Über eine der vielen Brücken gelangt man zum Place de L`Hôtel-de-Ville. Von 1310 bis 1830 war dieser Platz der Hinrichtungsort der Hauptstadt. Er wird auf der einen Seite von der rue de Rivoli und auf der anderen Seite von der Seine begrenzt, aber alles beherrschend erhebt sich auf der dritten Seite die langgestreckte Front des alten und glorreichen Hôtel-de-Ville, heute Rathaus der Stadt Paris.
Ich stehe in der Rue de Rivoli, vor mir »Le Grande Louvre«. Das Projekt »Grande Louvre« geht auf die Entscheidung des Präsidenten Mitterrand, von 1981 zurück, dem Palast seine ursprüngliche Bestimmung, nämlich die eines Museums, zurückzugeben. Um noch mehr Ausstellungsfläche zu gewinnen und den Louvre enger mit der Stadt in Verbindung zu bringen, wurde daran gedacht, unter dem Cour Napoleon, Erweiterungen zu schaffen. Das Verbindungsstück zwischen den neuen Sälen und der Oberfläche ist eine durchsichtige Glaspyramide, flankiert von zwei weiteren, kleineren Pyramiden, in denen sich das wechselhafte Licht des Parisers Himmels spiegelt. Um das berühmteste Museum der Welt mit all seinen unermesslichen Kunstschätzen zu besichtigen, genügen nicht ein paar Stunden. Wollte man sich alles ansehen, müsste man ungefähr eine Woche Louvre einplanen.
Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Kirche St. Eustache. Nach Notre Dame wohl die schönste Kirche von Paris. Die Bauarbeiten zogen sich außergewöhnlich lange hin. Im Jahre 1532 wurde der Grundstein gelegt, aber erst 1637 konnte man St. Eustache als fertig bezeichnen. Von Le Mercier erbaut, verbinden sich hier gotische und Renaissancestil Elemente.
Ganz in der Nähe liegt das Georges Pompidou Zentrum. Dieser Komplex hat ein futuristisches Aussehen und eine eigenwillige Konzeption, die nicht unbedingt in das architektonische Bild dieses Stadtviertels passen.

`Zum größten Operntheater der Welt gelangt man auf der Avenue de L`Opera. Die »Opéra« hat eine Grundfläche von 11.000 Quadratmetern und fasst 200 Besucher im Zuschauerraum und 450 Akteure auf der Bühne. Sie wurde nach einem Entwurf von Garnier im Jahre 1862 - 1875 gebaut.
Von der Kirche Madeleine hat man einen schönen Ausblick auf die rue Royale. Auf halber Höhe stößt sie auf eine andere wichtige Verkehrsader, die Rue du Faubourg St. Honoré, in der es laut Verfügung der sehr abergläubischen Kaiserin Eugenie keine Hausnummer 13 gibt. Der Name dieser Straße ist ein Synonym für Eleganz und Haute Couture. Ich bin mit einem kleinen Geldbeutel ausgestattet, aber ich werde es nicht versäumen, durch diese Straße zu spazieren. Denn hier befinden sich einige weltberühmte Parfümerien, Juweliere und Modehäuser, so z.B. St. Laurent, Hermes, Cardin, Lancôme, Helena Rubinstein und Lanvin. Der Duft der großen weiten Welt, auch wenn ich hier nur ein bisschen schnuppern kann.
Am Elysée-Palast, der Residenz des Präsidenten der Republik, vorbei kommt man an den Place de la Concorde. Dieser Platz wurde ursprünglich zu Ehren Ludwigs XV. angelegt und dessen Reiterstandbild sich in der Mitte des Platzes befand. Es wurde während der Revolution zerstört und an seiner Stelle die Guillotine aufgestellt. Hier starben unter anderem Ludwig XVI., die Königin Marie Antoinette, Danton, Madam Roland und Robespierre. Heute erhebt sich in der Mitte des Platzes der ägyptische Obelisk aus dem Tempel zu Luxor.

Champs-Élysées - hier wird mir bewusst, es ist Frühling in Paris. Frei und lebendig fühle ich mich und die Frühlingssonne streichelt meine Haut. Im Jahre 1667 wurde diese breite Straße von Le Nôtre angelegt. Sie führt von den Tuilerien bis zum Etoile, der heute Place de Gaule heißt. Die Champs-Élysées wird von großen Parks flankiert. Weiter unten rechst dann das Théâtre des Ambassadeurs - Espace Pierre Cardin, links das Restaurant Ledoyem aus der Zeit Ludwig XVI. Von der Champs-Élysées geht man in die Avenue Churchill mit dem Pont Alexandre III. und dem Invalidendom als Abschluss. Rechts der Avenue Churchill das Grand Palais und links das Petit Palais. Charakteristisch sind die breiten Kolonnaden, die Friese und viel Kunst an den Gebäuden. Diese Paläste wurden anlässlich der Weltausstellung um 1900 errichtet. Der Champs-Élysées endet am Place de Gaule, früher Place de I´Étoile. Es ist ein Platz von 120 m Durchmesser, von dem 12 breite Verkehrsstraßen im Radialsystem auslaufen. Hier erhebt sich in seinem majestätischem Forman der Arc de Triomphe. Er ist 50 m hoch und 45 m breit und übertrifft selbst den Konstantinsbogen in Rom. 1806 ließ Napoleon I. ihn zu Ehren der Grande Armeé errichten. Napoleon I. hat die Vollendung des Arc de Triomphe im Jahre 1836 nicht mehr erlebt.
Das Wahrzeichen von Paris verdanken die Franzosen dem Ingenieur Gustave Eiffel. Der Tour Eiffel wurde im Jahre 1889 zur ersten Weltausstellung erbaut. Der Turm ist insgesamt 320 Meter hoch und sein Gewicht von 7000 Tonnen ruht auf vier riesigen Pylonen mit Zementsockeln. In diesem Metallgeflecht sind Restaurants und Bars untergebracht, die zum Verweilen einladen und bieten einen einzigartigen Ausblick. An klaren Tagen reicht die Sicht bis zu 70 km im Umkreis.
Die schönen, sauberen Anlagen am Seine Ufer laden zu Spaziergängen oder zum Ausruhen ein. Interessant ist es auch, den unzähligen Malern über die Schulter zu schauen. Als Tourist sollte man folgendes beachten: Will man eine Karikatur oder ein Porträt von sich anfertigen lassen, sollte man mit dem Künstler den Preis vorher aushandeln.
Montparnasse, das Stadtviertel in dem von 1920 bis 1940 vor allem Künstler und Schriftsteller wohnten. Sie verliehen dem Viertel die typische Bohemien - Atmosphäre, wie wir sie auch in einem anderen berühmten Künstler-Viertel, dem Montmartre finden. Der Friedhof von Montparnasse ist wohl der interessanteste Teil des Viertels. Er wurde 1824 angelegt und weltberühmte Literaten, Maler und Musiker wurden hier zur letzten Ruhe gebettet.
Auf einem Kalkhügel in etwa 130 Metern Höhe liegt Montmartre. Eines der malerischsten und merkwürdigsten Viertel der Stadt. Der Montmartre wurde im 19. Jahrhundert zum Anziehungspunkt für alle freien Künstler, und lange Zeit behielt er die Vorherrschaft auf dem Gebiet der Literatur und Bildenden Kunst in dieser Stadt. Auf dem Gipfel der »Butte« Montmartres steht die monumentale Kirche »Sacré Coeur«. Der Baubeginn war 1876 und eingeweiht wurde sie im Jahre 1919. Über eine majestätische Treppe steigt man zur Fassade der Kirche hinauf. Sie wurde in einem seltsam romanisch-byzantinischem Stilgemisch errichtet. Typisch orientalisch sind die vier kleinen Kuppeln, sowie die große Kuppel über dem hohen Tambour. Hinter der Kirche befindet sich der quadratische, 84 Meter hohe, Glockenturm. Eine der größten Glocken der Welt hängt in diesem Turm. Es ist die Savoyarde, sie ist 19 Tonnen schwer.
Noch unzählige Museen, Kirchen und andere Sehenswürdigkeiten bietet Paris den Touristen. Bei einem Kurzurlaub von 3 - 4 Tagen ist es ratsam, sich einen Plan zu erstellen. Die wichtigsten Ziele oder die Sehenswürdigkeiten, die man unbedingt besichtigen möchte, in einer gewissen Reihenfolge notieren und sich dann, so gut es geht, die Zeit einteilt. Denn ohne Plan und einer ungefähren Zeiteinteilung schafft man nicht, Paris mit seinem besonderen Flair und seinen weltoffenen Charme kennenzulernen.


Ein paar Gedanken zum Thema Mobbing.

Volkssport Mobbing - immer beliebter, immer extremer, aber nur für die Mobber, nicht für diejenigen, die darunter zu leiden haben. In der Verhaltensforschung bei Tieren nennt man Mobbing das Angriffsverhalten von Vogelgruppen gegenüber Greifern. Im Verhalten der Menschen heißt es "heimtückisches Schlechtmachen". Angriffe auf Schüler und Mitarbeiter/innen sind keine Ausnahme mehr. In manchen Schulen und Firmen/Betrieben gehört Mobbing zum Arbeitstag wie die Kaffeepause. Zeigt ein Schüler oder Kollege/Kollegin in solch einem Umfeld nur die kleinste Unsicherheit, sind die Mobber zur Stelle, um zu schikanieren. Sei das nun persönlich, von Angesicht zu Angesicht oder, wie sehr weit verbreitet, über die sozialen Netzwerke. Da werden Beleidigungen und Beschimpfungen ausgesprochen, falsche Tatsachen behauptet, Kinder werden, nicht nur verbal, niedergeknüppelt, es werden sinnlose Arbeitsaufgaben zugewiesen oder es wird ständig Kritik an der Arbeit geübt - bis hin zu sozialer Isolation. Der zwischenmenschliche Anstand kommt abhanden. Mit der Zeit fühlt sich der Betroffene hilflos und unzulänglich und ob er will oder nicht, er kann einfach nicht mehr dagegen ankämpfen. Die despektierlichen Äußerungen von Mitschülern und Kollegen/Kolleginnen setzen ihm so zu, dass am Ende von seinem Selbstwertgefühl wenig übrig bleibt. Das Opfer steht einer desperaten Situation gegenüber in der es sich wert- und nutzlos fühlt und trotz aller Anstrengungen kommt es zu dem Schluss, dass Alle gegen ihn sind und gibt auf. Diese Umstände bleiben natürlich nicht ohne Folgen für die körperliche Gesundheit und am Ende die Überlastung der Psyche mit suizidaler Tendenz.
Mobbing in einer Firma oder an einer Schule ist aber nur möglich, wenn die Bosse bzw. die Lehrkräfte diese "Spielchen" mitmachen. Wenn solche Lehrer oder Vorgesetzte mit Problemen dieser Art konfrontiert sind, die sie frustrieren und die schwer in den Griff zu bekommen sind, werden sie entmutigt und geben auf. Weil sie nie nach einer Lösung suchen, werden sie auch nie eine finden. Folglich unterwerfen sie sich dem Mobbing in ihrem Betrieb oder an ihrer Schule und merken selbst nicht, dass man ihre Autorität schon längst untergraben hat. Wenn es um Mobbing in der Schule geht, sind in erster Linie die Eltern gefragt. Wie verhält sich mein Kind? Hat es sich verändert? Eltern müssen sich die Zeit nehmen und mit ihren Kindern reden. Sie müssen ihre Kinder stark machen und auch Grenzen setzen. Einfach mal schauen was treibt mein Spross so in Facebook, Twitter und Co.. In unserer Gesellschaft ist nun mal nicht jeder mit riesigen Ellenbogen ausgestattet. Aber genau hier an diesem Punkt versagen wir - statt Menschlichkeit sind Ellenbogen gefordert. Koste es was es wolle und der, der auf der Strecke bleibt, ist der Verlierer, ist der Versager, ist am Ende der Mensch.
Sich in dieser Gemeinschaft behaupten zu können - das ist eine Frage der richtigen Kommunikation und der Selbstbehauptungsrechte. Diese Rechte hat jeder Mensch. Das Recht, für seine Rechte einzutreten. Und alles beginnt damit, einmal NEIN zu sagen. Denn Ja zu sagen, wenn man eigentlich Nein sagen möchte, ist kein Beweis für Liebenswürdigkeit und Freundlichkeit.

©Barbara Ohl

 


Sophia im Regenbogenland

Ich möchte euch heute etwas über meine Arbeit und mein neues Projekt erzählen:
Ein Kinderbuch mit dem Titel "Sophia im Regenbogenland"
Die Idee und die Gedanken habe ich schon lange im Kopf und jetzt ist wohl der Zeitpunkt gekommen, es in die Tat umzusetzen.
Ich habe noch nie ein Kinderbuch geschrieben und ich weiß auch nicht, ob ich es kann. Aber wenn ich es nicht versuche, werde ich es nie erfahren. Die Bilder für dieses Projekt werden mein Mann und ich in gemeinsamer Arbeit zeichnen und malen. Ich denke, das wird spannend.
Und dieses Lied singt die kleine Sophia und auch die anderen Kinder aus dem Regenbogenland.

 

Regenbogen, Regenbogen
spannst deinen bunten Bogen
weit übers ganze Land
und jeder schaut gebannt

siehst du ein kleines Stück
beschert er dir viel Glück
macht dich reich im Herzen
kannst lachen und scherzen
aus vollem Halse singen
hüpfen und springen
öffne die Augen und staune
er schenkt dir gute Laune

Regenbogen, Regenbogen
spannst deinen bunten Bogen
weit übers ganze Land
und jeder schaut gebannt

©Barbara Ohl

Das Spinnrädl in Kaiserslautern

 

Eines der Wahrzeichen Kaiserslauterns ist das historische Gasthaus Spinnrädl. Es wurde 1742 zum ersten Mal in den Aufzeichnungen erwähnt. Es ist das älteste erhaltene Fachwerkhaus der Stadt und befindet sich im Zentrum zwischen dem Stiftsplatz und dem Schillerplatz. Das schmale Gebäude ist eine Touristenattraktion und in ihm ist immer noch eine gemütliche Bier- und Weinstube untergebracht.


Die Burgruine der ehemaligen Kaiserpfalz in Gelnhausen


Im Jahre 1170 gründete Kaiser Friedrich I. Barbarossa die freie Reichsstadt Gelnhausen und ließ die Kaiserpfalz bauen, wahrscheinlich unter der Bauleitung von den Herren zu Büdingen. Sie war eine Wasserburg, bestand aus der Kernburg und der Vorburg die vollständig ummauert waren. Die natürliche Grenze zur Stadt bildete ein Nebenarm der Kinzig und offenes Gelände. Gelnhausen war eine freie Reichstadt und auch rechtlich unabhängig von der Kaiserpfalz.
Im Jahre 1180 war die Pfalz Schauplatz des großen Hoftages zu Gelnhausen. Dort wurde Heinrich dem Löwen, in Abwesenheit, der Prozess gemacht, seine Ländereien neu aufgeteilt.
Kaiser Karl IV. versetzte die Burg im Jahr 1349 und der Niedergang der Pfalz nahm seinen Lauf. Die Stadt Gelnhausen und die Kaiserpfalz wurden im Dreißigjährigen Krieg stark zerstört und schwedische Soldaten brannten das Hauptgebäude der Burg nieder.
In Deutschland gehörte die Pfalz 1810 zu den ersten Bauwerken aus der Epoche der Romantik
Um die Reste der Pfalz für die Nachwelt zu erhalten, begann man Ende des 19. Jahrhundert mit Sicherungs- und Restaurationsarbeiten. Der heutige Besitzer ist das Land Hessen.
©Barbara Ohl

Gelnhausen


Jeden Tag könnt ihr Euch neu entscheiden, so weiter zu leben oder die Richtung zu ändern. Wenn Ihr unzufrieden seit, wenn Ihr in Eurem Leben etwas ändern wollt, dann befreit Euch von dem Zwang immer vorwärts gehen zu müssen. Manchmal eröffnet uns ein Schritt rückwärts tausend Möglichkeiten um ein neues Leben beginnen zu können.
©Barbara Ohl